Eintracht Frankfurt setzt im "Problemspiel" gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag erstmals auf eine neue, hochauflösende Kameratechnik, um mögliche Randalierer sofort identifizieren zu können.

"Die Kamera testen wir seit einigen Monaten", sagte Axel Hellmann, Finanzvorstand der Eintracht: "Das System hat auch eine enorme präventive Wirkung. Es wird richtig schwer, sich zu verstecken."

Die betreffenden Blöcke seien von Beginn an unter Beobachtung. "Ich habe mir diese Maßnahme nie gewünscht", sagte Hellmann. Bislang komme noch ein mobiles System zum Einsatz, die feste Installation würde bis zu 300.000 Euro kosten.

Das offensichtliche Problem mit einigen wenigen Chaoten und den eigenen Fans könne aber nicht nur "in Dialogform" gelöst werden, sagte er: "Es gibt bestimmte Tätertypen, die man nicht über diese Form erreicht." Entsprechend werde die Anzahl der Polizei- und Sicherheitskräfte deutlich erhöht. "Wir sind schon etwas in Sorge", sagte Hellmann.

Auch die Frankfurter Polizei appellierte am Freitag, "sich von Problemfans deutlich zu distanzieren und fernzuhalten". Aufgrund der regelmäßigen "Sicherheitsstörungen und Auseinandersetzungen" der beiden Fangruppen sei die Partie in einen "besonderen Fokus" der Polizei gerückt.

Die Eintracht steht nach dem Pyro-Eklat von Leverkusen am 19. Januar beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter Beobachtung. Ausschreitungen Frankfurter Randalierer hatten das Spiel bei Bayer Leverkusen (1:3) überschattet. Im Frankfurter Block wurden Silvesterraketen abgeschossen und Bengalos gezündet. Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) unterbrach das Spiel für sechs Minuten.

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