Armin Veh, Trainer von Bundesligist Eintracht Frankfurt, hat nach der Odyssee seines Abwehrspielers Carlos Zambrano Kritik am dichten Länderspielkalender geäußert.

"Das ist ein Unding", sagte Veh: "Wir zahlen diese bescheuerten Spiele, die so was von sinnlos sind."

Die Verbände hätten dann nicht einmal die zeitige Rückkehr der Spieler im Griff. "Aber wir müssen die Spieler abstellen", sagte der 52-Jährige: "Das sollte man ein bisschen überdenken - diese Spielpläne mit Freundschaftsspielen gegen Trinidad und Tobago."

Zambrano war nach seinem Länderspieleinsatz mit Peru in dem Karibikstaat (2:0) erst am Samstagmorgen in Frankfurt gelandet, hatte in der Bundesliga-Partie gegen den 1. FC Nürnberg aber dennoch auf dem Platz gestanden und eine gute Leistung gezeigt.

"Das ist schon ein paar Mal passiert", sagte Veh: "Es gibt Spieler, denen macht das nichts aus, wenn sie vorher zehn Stunden im Flugzeug sitzen."

Zambrano selbst berichtete von "willkürlichen Verhältnissen", die ihm am Abflug gehindert hatten. Er sei über eine Stunde eher am Flughafen gewesen, "das Militär hat uns aber am Einsteigen gehindert", sagte der 23 Jahre alte Innenverteidiger: "Ich habe im Flugzeug ein wenig schlafen können."