Hoffenheims Manager Andreas Müller zeigte sich beim Volkswagen Doppelpass nach der 1:2-Niederlage von 1899 im Kellerduell beim FC Augsburg zerknirscht.

"Das ist brutal. Wir liegen am Boden", sagte der 50-Jährige bei SPORT1 zur Situation der Kraichgauer, die nach der Pleite beim FCA auf den direkten Abstiegsplatz gerutscht sind.

"Das war ein absolutes Brett, was wir gestern bekommen haben. Das haben wir so nicht erwartet. Es war schlichtweg eine Katastrophe. Wir müssen der Mannschaft jetzt das Vertrauen geben, dann wird es sich auszahlen", sagte Müller über den Hoffenheimer Absturz.

Die Ursachen liegen auch in der Mannschaft selbst. "Die Qualität ist da. Aber woran ich große Zweifel habe, ist der Charakter der Mannschaft. Wir haben nicht die Leader, die die Mannschaft in so einer Situation führen können", sagte Müller.

Die Zielsetzung vor der Saison entpuppte sich als Problem:

"Wir haben vor der Saison das Ziel Europa ausgegeben. Das war wohl zu ambitioniert. Zuerst kam das blamable Aus im Pokal gegen den Berliner AK und dann die 0:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Das gab einen Bruch in der Mannschaft. Dann kamen zwei Siege, doch der Autounfall von Boris Vukcevic und die Länderspielpause haben zu einem erneuten Bruch geführt", sagte Müller.

Er forderte, den Blick weiter nach vorne zu richten: "Wir müssen uns wieder motivieren. Resignation gibt es bei uns nicht."

Das gesamte Projekt Hoffenheim sieht Müller noch nicht als gescheitert an.

"Der Verein ist mit einem Eiltempo in die Bundesliga gekommen. Die Strukturen konnten sich nicht so schnell anpassen. Hoffenheim hat jetzt zum ersten Mal eine kritische Phase. Stand jetzt zählt nur der Klassenerhalt. Noch dazu kommt, dass Dietmar Hopp immer gesagt hat, dass der Verein irgendwann auf eigenen Füßen stehen muss. Das ist nun auch eine meiner Aufgaben: Für mich steht das Financial Fairplay an erster Stelle. Deswegen wurden auch Spieler wie Carlos Eduardo und Demba Ba verkauft", sagte er.

Zweites großes Thema war der FC Bayern München, der trotz der Rotation von sechs Spielern 6:1 gegen Werder Bremen gewann.

Allen voran Arjen Robben und Mario Gomez, in den letzten Partien keine Stammspieler, sorgten für die Glanzlichter.

"Wenn man bei Bayern unterschreibt, dann muss man wissen, dass es wenige gesetzte Spieler gibt", sagte Leverkusens Sportmanager Rudi Völler zur Konkurrenzsituation beim Tabellenführer.