Nach den schweren Anschuldigungen des früheren Bundesliga-Referees Babak Rafati hat der deutsche Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel Rückendeckung aus dem eigenen Lager erhalten.

"Die Kommission um Herbert Fandel pflegt einen offenen und respektvollen Umgang mit uns Schiedsrichtern", sagte FIFA-Schiedsrichter Deniz Aytekin.

Bei den "stets professionellen und detaillierten" Analysen spielten "Rang und Name des jeweiligen Unparteiischen keine Rolle". Er persönlich "habe nie verletzende Äußerungen durch ein Mitglied der Schiedsrichter-Kommission erfahren oder mitbekommen", sagte Aytekin: "Herbert Fandel ist ein guter Chef, der uns, wie die anderen Mitglieder der Kommission auch, fördert und fordert."

Auch Wolfgang Stark sagte, dass er "jederzeit, vor allem auch in schwierigen Situationen, auf die volle Rückendeckung der Schiedsrichter-Kommission und besonders von Herbert Fandel bauen kann". Allerdings, sagte Knut Kircher, könne man sich "als Mitglied der Schiedsrichter-Kommission nie ganz sicher sein, wie die Kritik, so berechtigt sie auch sein mag, menschlich vom betroffenen Unparteiischen aufgenommen wird".

Rafati hatte zunächst in einem "stern"-Interview kritisiert, dass er von Fandel "absolut keine Rückendeckung" bekommen habe. Außerdem sprach er von "Herabwürdigungen" und "persönlichen Verletzungen". Fandel und Krug, Vertreter des Ligaverbandes in der Schiedsrichter-Kommission, und die übrigen Verantwortlichen im Schiedsrichterwesen hätten ihn nach seinem Suizidversuch am 19. November 2011 in einem Kölner Hotel nicht unterstützt.

"Das sind keine Vorwürfe. Sondern ich habe alles, was ich erlebt habe, im Detail beschrieben", sagte der 42-Jährige anschließend in der ARD-Sendung Beckmann: "Man hat mich systematisch gemobbt."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel