Präsident Gerd Mäuser steht beim VfB Stuttgart offenbar vor der Ablösung.

Der 55-Jährige, der wegen seines angeblich ruppigen Führungsstils in der Kritik steht, könnte Medienberichten zufolge noch vor der regulären Mitgliederversammlung im Juli zurücktreten.

"Ich bin sehr besorgt über die öffentliche Beurteilung des VfB-Präsidenten. Ich werde das zum Anlass nehmen, um mich intensiv mit den Vorwürfen gegen Gerd Mäuser zu befassen", sagte VfB-Aufsichtsratschef Dieter Hundt den "Stuttgarter Nachrichten".

Es scheint möglich, dass Hundt Mäuser zum Abschied drängt. Mäuser, der noch bis Sommer 2015 gewählt ist, soll am Montagabend in einer E-Mail an alle VfB-Mitarbeiter Bezug auf die Entwicklungen genommen haben.

"Sie werden von den Ergebnissen der Gespräche als Erste in Kenntnis gesetzt. Wir suchen nach einer Lösung zum Wohle des VfB", soll er versichert haben.

Ein Ergebnis der Gespräche wird laut VfB erst nach Ostern erwartet. Der Verein will sich in den "nächsten 14 Tagen" in Ruhe beraten. Mäuser war 2011 Erwin Staudt ins Präsidenten-Amt gefolgt.

Viele Fans und Mitarbeiter wünschen sich Staudt zurück. Doch der 65-Jährige stünde nur für eine Übergangszeit bereit.

"Für eine kurze Zeit kann ich mir vorstellen, dem Verein zu helfen, aber keinesfalls länger", sagte er.

Dem VfB stehen damit auf Führungsebene größere Umwälzungen bevor. Hundt dürfte seinen Posten im kommenden Jahr ebenfalls aufgeben. Und auch die Amtszeit von Finanzchef Ulrich Ruf neigt sich wohl dem Ende entgegen.

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