Bei der Pressekonferenz des abstiegsbedrohten Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim haben die Verantwortlichen erklärt, dass das Team aus dem Kraichgau wieder nach den früheren Prinzipien des Vereins ausgerichtet werden soll.

Offensivfußball und die Entwicklung junger Talente sollen wieder im Vordergrund stehen. Trainer Marco Kurz und Manager Andreas Müller haben die Prinzipien angeblich nicht genug berücksichtigt und wurden letztlich aufgrund dieser Versäumnisse entlassen.

Die Stelle des Managers soll laut Frank Briel, Geschaftsführer Sport und Finanzen, nicht neu besetzt werden. Stattdessen wird in Hoffenheim die Stelle des Leiters Profifußball neu geschaffen. Alexander Rosen, bisher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, wird diesen Posten übernehmen.

Gisdol sagte am Dienstag bei seiner Vorstellung, er sei schon am Donnerstag, also zwei Tage vor der 0:3-Niederlage bei Schalke 04, von den Hoffenheimer Verantwortlichen kontaktiert worden. In dem Telefonat wurde ein Engagement zur neuen Saison besprochen. "Am Sonntag folgte ein weiteres Telefonat, in dem es darum ging, sofort einzusteigen", sagte Gisdol.

Frank Briel, Geschaftsführer Sport und Finanzen, erklärte, man wolle einen "konsequenten Neuaufbau und zurückkomen auf unsere Ursprungs-Idee", eine junge Mannschaft aufzubauen und erfolgreich zu sein. Deshalb sei man "froh, jemanden zu bekommen, der Hoffenheim und das, was Hoffenheim in seiner Grund-Philosophie ausgemacht hat, kennt."

Gisdol wolle sich mit den "Fans versöhnen und guten, ehrlichen Fußball zeigen." Der Ex-Schalker will jedem Spieler im Kader eine faire Chance geben. Eine Rückkehr von Tim Wiese in den Kasten der TSG ist aber nicht sehr realistisch, da Gisdol Keeper Heurelho Gomes gute Leistungen attestierte und "keine Notwendigkeit für einen Wechsel" sah.

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