Nach dem erneuten Rückschlag in der Bundesliga haben sich Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs die Spieler des VfL Wolfsburg vorgeknöpft.

In einer 90-minütigen Videoanalyse wurden den Profis am Dienstagnachmittag ihre Fehler beim enttäuschenden 2:2 gegen den 1. FC Nürnberg vor Augen geführt. Bei der Kabinenpredigt wurde das VfL-Führungsduo auch etwas lauter als sonst.

"Es war eine energische Ansprache. Denn das Thema steckt voller Emotionen", sagte Allofs: "Dass dabei die Stimme auch gehoben wurde, ist klar."

Hauptthema der Standpauke waren die unerklärlichen Leistungsschwankungen, die einen möglichen Aufwärtstrend des Ex-Meisters immer wieder verhindern.

"Es war eine gute und notwendige Ansprache zum richtigen Zeitpunkt", sagte Kapitän Diego Benaglio. Nicht nur sportliche Aspekte seien angesprochen worden, verriet der Torhüter: "Es ging um Dinge, die das Zusammenleben in der Mannschaft und im Verein betreffen."

Manager Allofs hofft auf einen nachhaltigen Effekt der Maßnahme. "Ich bin Berufsoptimist", sagte der 56-Jährige. Ein grundsätzliches Charakter-Problem sieht Allofs im Team aber nicht: "Alle hier sind beseelt von dem Gedanken, Erfolg zu haben und identifizieren sich mit dem Verein."

Dennoch scheint klar, dass es im Sommer zu einem erneuten Umbruch im Kader des VfL kommen wird. Als Neuzugang ist nach "Bild"-Informationen nun auch der österreichische Nationalspieler Marko Arnautovic im Gespräch. Auch an Arnautovics Teamkollegen in Bremen, Kevin de Bruyne, soll der ehemalige Werder-Manager Allofs interessiert sein.

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