Der umstrittene Präsident Gerd E. Mäuser steht beim VfB Stuttgart offenbar vor der vorzeitigen Ablösung.

Bei einer Sitzung des Aufsichtsrates unter dem Vorsitzenden Dieter Hundt wurde am Samstag nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten angeblich beschlossen, dass Mäuser bei der Mitgliederversammlung am 22. Juli seinen Posten räumen muss.

Da der Präsident allerdings noch einen Vertrag bis 2015 besitzt, wird er eine Abfindung erhalten müssen. Die Rede ist von 400.000 Euro.

Über einen Nachfolger von Mäuser, dessen Führungsstil wiederholt interne sowie öffentliche Kritik hervorgerufen hatte, soll in einer weiteren Aufsichtsratssitzung am Mittwoch beraten werden. Erschwert wird die Kandidatensuche wohl durch Präsidenten-Macher Hundt selbst.

Der Chef des Kontrollgremiums hat nicht zuletzt durch die von ihm durchgesetzte Installation von Mäuser Kredit bei den Anhängern und Mitgliedern verspielt.

Ein Kandidat für den Präsidenten-Posten soll Wolfgang Kuhn sein, Vorstand und Sprecher der Südwestbank.

Hundt könnte am 22. Juli ebenfalls seinen Posten verlieren. Sollten 75 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder seine Ablösung fordern, müsste der Vorsitzende des Arbeitgeber-Verbandes ein Jahr früher als geplant aus dem Amt scheiden.

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