Trainer Mirko Slomka hat trotz der sportlichen Talfahrt und seines Dauerstreits mit Sportdirektor Jörg Schmadtke die dritte Europa-League-Teilnahme von Bundesligist Hannover 96 in Folge noch nicht abgehakt.

"Man sollte nie aufgeben, man kann immer eine Serie starten", sagte der Coach nach dem 1:3 (1:2) der Niedersachsen am 29. Spieltag beim SC Freiburg. Hannover hat nur eines der zurückliegenden sechs Punktspiele gewonnen.

Slomka räumte zwar ein, "dass die Chancen geringer werden und wir derzeit keine Ansprüche anmelden sollten", dennoch könnten ausgerechnet die Freiburger die nötige Schützenhilfe leisten.

Sollte der SC am Mittwoch im Derby beim VfB Stuttgart den Einzug ins DFB-Pokalfinale schaffen, könnte der siebte Platz in der Bundesliga für die Teilnahme an der Europa League reichen.

Voraussetzung dafür ist, das auch Meister Bayern München ins Endspiel einzieht und Freiburg bis zum Saisonende unter den ersten Sechs in der Liga bleibt.

"Das ist jetzt dein Job, Christian. Tue uns doch diesen Gefallen", sagte Slomka in Richtung des Freiburger Trainers Christian Streich. Der SC-Coach versprach seinem Kollegen daraufhin, dass er es probieren werde.

Zuvor hatten die Freiburger durch die Treffer von Max Kruse (44.) und Jonathan Schmid (73.) sowie einem Eigentor von Hannovers Christian Schulz (24.) einen verdienten Erfolg eingefahren. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Ausgleich von Konstantin Rausch (36.) nichts.

Derweil heizte die Abwesenheit Schmadtkes, der eine Geburtstagsfeier dem Spiel im Breisgau vorgezogen hatte, die Spekulationen über einen Abschied des Sportchefs nach Saisonende weiter an. Klubchef Martin Kind erklärte vor der Partie, trotz der Querelen weiter mit Schmadtke und Slomka arbeiten zu wollen.

Kind räumte in der Halbzeitpause aber gleichzeitig ein, dass es Probleme gebe: "Sie sind unterschiedliche Charaktere. Da gibt es Höhen und Tiefen. Momentan gibt es eine schwierige Phase."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel