Schalkes Klubchef Clemens Tönnies hat die Zukunft von Trainer Jens Keller weiter im Unklaren gelassen.

"Wir lassen uns nicht treiben. Wir werden unsere Entscheidung gemeinsam treffen. Wenn es etwas bekannt zu geben gibt, werden wir es rechtzeitig sagen" sagte der Aufsichtsratsvorsitzende im Volkswagen Doppelpass bei SPORT1.

Intern ist die Marschrichtung jedoch bereits klar, mit welchem Trainer die Gelsenkirchener in die neue Saison gehen werden.

Die Arbeit von Keller, dessen Vertrag ausläuft, lobte Tönnies ausdrücklich:

"Ich bin hochzufrieden mit ihm. Er hat der Mannschaft neues Leben gegeben. Keller versteht sein Handwerk und seinen Beruf. Wir sind zufrieden. Die Mannschaft bringt ihre Leistung und es gibt keine Unruhe."

Er stellte aber auch klar: "Intern wissen wir aber schon, mit wem wir ab Sommer zusammenarbeiten.?

Zugleich kritisierte Tönnies die Medien wegen ihrer Kritik an Keller:

"Der Trainer hat seitens der Medien von Beginn an keine Chance bekommen. Das finde ich unfair. Jedoch hätten wir von vornherein klarstellen müssen, dass es Zeit braucht, bis die Mannschaft funktioniert."

Außerdem formulierte Tönnies eine Kampfansage an das zurzeit auf Rang 3 liegende Bayer 04 Leverkusen.

"Zu Hause wollten wir das Spiel eigentlich gewinnen. Der Punktabstand ist nicht kleiner geworden. Wir werden neu angreifen!"

Schalke liegt fünf Spieltage vor Schluss vier Punkte hinter Leverkusen auf Platz 4.

Zur Szene, als das Spiel von den Bayer-Spielern nicht unterbrochen wurde, obwohl Schalkes Ciprian Marica verletzt im Strafraum lag, hatte Tönnies eine klare Meinung:

"Wir hätten den Ball garantiert ins Aus gespielt. Da hätte man jeden meiner Spieler fragen können. Bayer hatte genügend Zeit, den Ball aus dem Spiel zu nehmen. Normalerweise muss man hier Fair-Play spielen" kritisierte der Schalke-Boss.

Auch der Schiedsrichter hätte die Situation abpfeifen können, meinte Tönnies.

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