Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat die Forderung von FIFA-Präsident Josef S. Blatter nach Profi-Schiedsrichtern einmal mehr abgelehnt.

Rummenigge sieht vielmehr das Bundesliga-Modell als "wirklich vorbildlich" an.

"Man will etwas professionalisieren, was am Ende in eine Problematik führt. Die deutschen Schiedsrichter bekommen künftig gesichertes Geld, unabhängig von den Einsätzen. Und sie können nebenbei einen Job machen", sagte der Bayern-Boss bei "Sport Bild Plus" und bezeichnete die deutschen Unparteiischen als "die besten der Welt".

Man dürfe "ja eines nicht vergessen: Mit 47, wenn die Altersgrenze erreicht ist, hört das Leben nicht auf. Wenn man Berufsschiedsrichter ist, was macht man dann ab dem 47. Lebensjahr? ", führte Rummenigge weiter aus:

"Die verdienen keine Millionen. Von dem Geld, das man als Schiedsrichter verdient, kann man sich keine Zukunft aufbauen."

Das Bundesliga-Modell sieht vor, dass alle Unparteiischen der ersten und zweiten Liga ein Grundgehalt beziehen, das unabhängig von der Anzahl ihrer Einsätze ausgezahlt wird.

Schiedsrichter der 2. Liga erhalten pro Spielzeit 15.000 Euro, die der ersten 20.000 und die FIFA-Schiedsrichter das Maximum von 40.000 Euro.

Hinzu kommen noch die Honorare von 3800 Euro pro Einsatz in der ersten und 2000 Euro pro Einsatz in der 2. Liga.

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