Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat in der Diskussion um die vermeintlich drohenden "spanischen Verhältnisse" in der Bundesliga zu mehr Gelassenheit aufgerufen und gleichzeitig die anderen Bundesligisten in die Pflicht genommen.

"Wenn du dauerhaft Top-Mannschaften (in der Champions League, d. Red.) haben willst, werden die auch die Liga dominieren. Das ist in Spanien so, das ist auch in England so", sagte Watzke im Exklusiv-Interview mit SPORT1.

Momentan sehe die Entwicklung hierzulande zwar "ein bisschen so aus". Doch Watzke betonte: "Ich glaube, dass es bei uns noch längst nicht so weit ist. Dafür müssen wir als Borussia Dortmund diese Konstanz erst einmal über Jahre nachweisen."

Grundsätzlich könne man nicht die Fehler anderer Klubs ausbügeln. "Wir können uns nicht so weit in die Angelegenheiten anderer Klubs einmischen. Die sind für ihre positiven und negativen Entscheidungen selbst verantwortlich."

Watzke sagte, er werde "sehr gerne" mit Uli Hoeneß sprechen. Der Bayern-Präsident hatte die Diskussion über das große Leistungsgefälle in der Bundesliga angestoßen.

Allerdings hält Watzke nicht viel davon, dies in der Öffentlichkeit zu tun. "Ich bin weit davon entfernt, den Klugscheißer der Liga zu spielen. Deshalb sollten wir das intern diskutieren", sagte der BVB-Boss.

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