Nach Ansicht von Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies wird sich Schalke 04 in der Bundesliga dauerhaft zur dritten großen Kraft neben Bayern München und Borussia Dortmund entwickeln.

"Schalke wird sich zwangsläufig unter den ersten Drei in Deutschland etablieren. Wenn wir weiterhin die Strategie der Konsolidierung und der Verstärkung der sportlichen Situation verfolgen. Wir haben ein riesiges Potenzial", sagte der 56-Jährige im Interview mit SPORT1.

Sollten die Einschätzungen von Tönnies zutreffen, wäre die vermeintliche Gefahr von "spanischen Verhältnissen" in Deutschland gebannt. Vor allem Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte zuletzt die Befürchtung geäußert, dass die Dominanz seines Klubs und die des BVB dem Produkt Bundesliga schaden könnten.

"Nur Bayern hat über Jahre bewiesen hat, dass sie oben bleiben", entgegnete Tönnies: "Wir müssen es nachhaltig erreichen, dass es auch anderen möglich ist, oben mitzuspielen. Wenn ich die reine Finanzkraft sehe, sehe ich Bayern mit deutlichem Abstand auf Platz eins, dann kommen schon Dortmund und wir. Schalke ist natürlich auf Augenhöhe mit dem BVB", meinte der Schalker Chefkontrolleur.

Er habe "großes Verständnis dafür, dass sich Dortmund nach zwei top Jahren als Nummer zwei" fühle, aber der Schalker Erzrivale müsste "dies erst nachhaltig beweisen."

Die Zukunft von S04-Trainer Jens Keller ließ Tönnies weiter offen.

"Wir haben einen festen Plan, wer ab der neuen Saison Trainer wird, mehr möchte ich noch nicht sagen. Wir haben eine sehr gute Meinung von Jens Keller und ich persönlich bin hochzufrieden mit seiner Arbeit. Er tut Schalke gut. Und die Truppe hat ihn voll und ganz angenommen", sagte der Klubboss.

Dann fügte er hinzu: "Auch mit dem Tabellenplatz können wir nicht unzufrieden sein. Und deshalb will ich auch diesen Drive nicht rausnehmen. Die sollen weiter erfolgreich Fußball spielen, weil der Tabellenplatz schon sehr wichtig ist für uns."

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