Der ehemalige Nationalspieler Karl Allgöwer steht für eine Führungsrolle beim VfB Stuttgart bereit.

Voraussetzung sei allerdings, sagte Allgöwer der "Stuttgarter Zeitung" und zu "Bild", dass sich der Verein entschließe, sich neu aufzustellen.

"Der Verein muss entscheiden, ob er bereit ist für eine Neuausrichtung oder einfach so weitermachen will", sagte der 56-Jährige.

Der VfB muss am 22. Juli einen Nachfolger für den umstrittenen und mittlerweile zum Rücktritt gedrängten Präsidenten Gerd Mäuser wählen.

"Ich will mich nicht länger zurückhalten", sagte Allgöwer der "Bild", "es droht die Gefahr, dass der VfB endgültig den Anschluss verpasst und für längere Zeit im Mittelmaß versinkt. Das wäre ganz bitter. Schließlich wird der VfB jetzt schon nördlich der Mainlinie kaum mehr wahrgenommen."

Allgöwer betonte, er stehe für eine Neuausrichtung. So müssten etwa "die zentralen Positionen im Klub mit Leuten besetzt sein, für die der VfB und der Fußball im Mittelpunkt stehen und die sich mit dem VfB identifizieren".

In diesem Fall, sagte er der Stuttgarter Zeitung, würde er dann in der Tat "zur Verfügung stehen und wäre bereit, mitzuwirken." Persönliche Interessen müssten in Zukunft zurückstehen, forderte Allgöwer.

Allgöwers Aussagen sind auch als Misstrauensvotum gegen den mächtigen Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt zu interpretieren. Hundt hatte Mäuser erst installiert und nun entmachtet.

"Es ärgert mich einfach maßlos, wie das Ansehen des Vereins gesunken ist. Wir brauchen unbedingt Klarheit", sagte Allgöwer.

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