Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hat den Transfer-Poker mit dem FC Chelsea um Nationalspieler Andre Schürrle eröffnet.

"Ich will klarstellen: Dass Rudi Völler in London war, ist zwar richtig. Aber wir liegen in einigen wichtigen Details noch weit auseinander", sagte Holzhäuser im SPORT1-Interview. Schürrle habe keine Ausstiegsklausel, daher "haben wir die Karten in der Hand", sagte Holzhäuser weiter.

Der 63-Jährige bestätigte jedoch, dass Schürrle in den kommenden beiden Jahren über eine entsprechende Ausstiegsklausel in seinem bis 2016 datierten Vertrag verfüge, aber "auch die lässt uns ruhig schlafen."

Bereits vergangenes Jahr hatte der englische Spitzenklub einen Versuch gestartet, Schürrle zu verpflichten, damals hatte Bayer einen Wechsel noch abgelehnt. "Wir haben im vergangenen Jahr sehr spät die Anfrage erhalten. Da muss man nicht immer nur den Preis, sondern auch die sportliche Alternative sehen, die hatten wir im Sommer nicht", sagte Holzhäuser. Dieses Jahr habe man "mehr Zeit".

Am Freitag hatte Bayer Leverkusen dem Sport-Informations-Dienst bestätigt, dass Sportchef Rudi Völler zu Verhandlungen nach London gereist war.

Danach sei Völler nach Brüssel weiter gereist. Dort werden offenbar Gespräche über das mögliche Leihgeschäft des belgischen Nationalspielers Kevin de Bruyne (Werder Bremen) geführt. Der 21-Jährige, der von Chelsea an den SV Werder ausgeliehen ist, soll Teil des Schürrle-Transfer-Pakets werden und in der kommenden Saison in Leverkusen spielen.

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