Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich erstmals nach Bekanntwerden seiner Steuer-Affäre geäußert, aber dabei nichts zur Klärung des Falles beitragen können.

"Ich darf im Moment nichts sagen, denn ich befinde mich in einem schwebenden Verfahren. Sie können sich vorstellen, dass mir vieles auf der Zunge liegt, aber ich muss erst mit den Behörden meine Hausaufgaben machen", sagte der Boss des deutschen Rekordmeisters der "Süddeutschen Zeitung" am Sonntag.

Hoeneß hat im Januar beim Finanzamt Selbstanzeige wegen eines Kontos in der Schweiz erstattet.

Laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins "Focus" ermittelt die Staatsanwaltschaft München II wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

Laut "SZ"-Recherche hat Hoeneß seit mehr als zehn Jahren versteuertes Geld in Millionenhöhe bei einer in Zürich ansässigen Bank liegen.

Anscheinend, schreibt die "SZ", hat er dem deutschen Fiskus allerdings nicht die anfallende Kapitalertragsteuer gezahlt.

Hoeneß möchte auf jeden Fall weiter seine Ämter beim FC Bayern ausführen:

"An einen Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender bei Bayern München denke ich nicht", stellt Hoeneß bei "Sport Bild" klar.

Nach seinem Fernbleiben beim Auswärtsspiel in Hannover (6:1) am Samstag wird der 61-Jährige am Dienstag gegen den FC Barcelona wieder im Stadion sein.

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