Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit Enttäuschung auf die Steueraffäre von Bayern-Präsident Uli Hoeneß reagiert.

"Viele Menschen in Deutschland sind enttäuscht von Uli Hoeneß. Die Bundeskanzlerin zählt auch zu diesen Menschen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin:

"Die Enttäuschung ist bei jemandem, der für so viel Positives steht, umso größer."

Der 61-Jährige habe viele Verdienste, die auch bleiben würden, doch mit der Selbstanzeige sei "eine andere, traurige Facette hinzugekommen".

Merkels Sprecher betonte zudem, das Steuerhinterziehung "ohne Zweifel" ein schweres Delikt sei.

Hoeneß hat im Januar beim Finanzamt Selbstanzeige wegen eines Kontos in der Schweiz erstattet.

Laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins "Focus" ermittelt die Staatsanwaltschaft München II wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

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