Für Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist die Vorgehensweise des Konkurrenten und deutschen Meisters Bayern München mit dem Transfer von BVB-Ass Mario Götze keine Überraschung.

"Ich glaube, dass Bayern seit vielen Jahren das gleiche Erfolgsschema verfolgt. Dazu gehört seit jeher auch, den Konkurrenten zu schwächen. Wir kalkulieren Angriffe aus München ein. Allen Solidaritätsaussagen zum Trotz. Wir versuchen uns aber mit unseren Mitteln zu wehren. Unsere Spieler müssen dann entscheiden, welcher Verein das bessere Paket darstellt", sagte der 53-Jährige der "Sportbild". Im Fall Götze gelang das nicht.

Am Dienstag war der Transfer von Nationalspieler Götze zur neuen Saison vom BVB zum FC Bayern publik geworden.

Watzke hofft indes, wenigstens Torjäger Robert Lewandowski, der ebenfalls von den Bayern umworben wird, zumindest noch eine Saison halten zu können: "Es ist mein absoluter Wunsch, dass er nächste Saison beim BVB spielt."

Watzke beantwortete die Frage, ob Bayern nicht darauf verzichten solle, deutsche Talente von anderen Klubs zu holen: "Ich halte dies nicht für realistisch. Matthias Sammer hat doch schon erklärt, dass er den Wünschen in dieser Richtung nicht folgen wird. Die Gemengelage ist in München bei diesem Thema verworren. Bayern wird weiter an die Top-Talente herangehen."

Im Fall Götze waren die Borussen machtlos - trotz des Vertrages bis 2016.

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