Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat heftige Kritik an den zunehmenden Transferspekulationen geübt.

Auf das Gerücht über einen Wechsel von Mario Gomez zum BVB hätten ihn sogar Spieler angesprochen: "Da wird ein Wahnsinn verbreitet, dass es einem manchmal schlecht wird. Aber diesen Geist kriegen wir alle nicht mehr in die Flasche."

Nach dem Wechsel von Mario Götze zu Bayern München will Watzke die Bemühungen intensivieren, den abwanderungswilligen Stürmerstar Robert Lewandowski zumindest bis zum Vertragsende 2014 in Dortmund zu halten.

"Mario Götze besaß eine Ausstiegsklausel, die er nur deshalb hatte, weil wir ihn vor einem Jahr schon nicht hätten halten können.

Robert Lewandowski könnte sich vorstellen zu wechseln, aber er hat - und das ist der entscheidende Unterschied - keine Ausstiegsklausel", sagte Watzke.

Man werde "darum kämpfen, ihn zu überzeugen, noch ein Jahr bei Borussia Dortmund zu spielen". Dazu gebe es nur den einen Weg, mit dem polnischen Nationalspieler zu reden, "und zwar persönlich, nicht über die Öffentlichkeit. Wir werden zum Thema Lewandowski gar nichts mehr sagen."

Watzke betonte, dass es von "den anderen prägenden Spielern" keinen gäbe, der den Klub verlassen möchte. "Das sind Medien-Geräusche."

Watzke geht derweil davon aus, dass der BVB auch in der kommenden Saison konkurrenzfähig bleiben wird. "Ich bin ganz, ganz, ganz sicher, dass die Mannschaft im nächsten Jahr kaum Veränderungen zu diesem Jahr aufweist und wir ihr weitere Qualität zuführen werden."

Bezugnehmend auf die zwei Millionen Euro, die der damals finanziell schwer angeschlagene BVB als Kredit von den Bayern erhalten hatte, konnte sich Watzke eine Spitze in Richtung München nicht verkneifen.

"Es hat zwei Millionen Euro von Bayern München gegeben, als Kredit, aber nicht an mich. Darauf lege ich großen Wert. Ich wäre lieber persönlich betteln gegangen, als mir von den Bayern Geld zu leihen", sagte Watzke.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel