Wie der "Focus" berichtet, hat die bayrische Justiz bereits im Sommer 2012 von Uli Hoeneß' Konto in der Schweiz erfahren.

Eine im August vom Bundesland Nordrhein-Westfalen erworbene Steuer-CD soll den Präsidenten des FC Bayern verraten haben. Die Staatsanwaltschaft Bochum soll die Daten an die Kollegen in München weitergeleitet haben.

Allerdings initiierten die Behörden die Ermittlungen erst nach Hoeneß' Selbstanzeige - also knapp ein halbes Jahr später.

Dieser Darstellung widerspricht die Bochumer Staatsanwaltschaft allerdings. "Das trifft nicht zu. Auf der Steuer-CD, die die Staatsanwaltschaft Bochum bearbeitet, findet sich der Name Hoeneß nicht", erklärte die Behörde auf Anfrage der Nachrichtenagentur "dpa".

Laut "Focus" durchsuchte die Staatsanwaltschaft am 20. März nicht nur Hoeneß' Anwesen am Tegernsee, sondern auch drei Stunden lang sein Büro in der Zentrale des FC Bayern an der Säbener Straße.

Derweil hat sich Audi-Vorstandsvorsitzender und zugleich Stellvertreter von Hoeneß im Aufsichtsrat Rupert Stadler auf "Bild"-Anfrage von Hoeneß distanziert: "Audi ist der Überzeugung, dass nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg nur sichergestellt werden kann, wenn Regeln und Normen konsequent befolgt werden. Wir stehen für ein achtbares, ehrliches und regelkonformes Verhalten im Geschäftsalltag", ließ er mitteilen.

Audi ist mit 9,1 Prozent an der Bayern München AG beteiligt.

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