Der neue Trainer Robin Dutt von Werder Bremen hat sein Kurz-Engagement als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bundes (DFB) als Fehler bezeichnet.

Der Abschied vom Verband nach noch nicht einmal einem Jahr sei eine notwendige "Korrektur im Lebenslauf" gewesen.

"Ich war 18 Jahre Trainer, hatte damals vom DFB das Angebot und dachte: Mensch, diese Seite des Geschäftes möchte ich gerne kennenlernen", sagte der 48-Jährige im Interview mit der "Welt am Sonntag".

Schnell habe er jedoch gemerkt: "Oh, das ist doch nicht die Seite, von der du an den Fußball herangehen willst. Die Sehnsucht nach dem Trainerstuhl war unheimlich groß."

Das Einzelkämpfertum auf dem Sportdirektorposten, den Dutt nur zehn Monate besetzte, habe ihm nicht behagt. Zudem sei es ein Job, in dem "du deine Früchte erst in drei, vier, fünf Jahren erntest und eben nicht sofort".

Das ist im Tagesgeschäft der Bundesliga anders. Von Dutt, Nachfolger des Urgesteins Thomas Schaaf, werden schnell Ergebnisse erwartet.

"Man darf sich von seiner Tradition aber nicht hetzen lassen. Man muss manchmal auch kleine Schritte gehen, das tun andere Vereine auch so", sagte Dutt. Sportlich habe Bremen "schon bessere Zeiten erlebt".

Werder hatte in der vergangenen Saison nur mit Mühe den Abstieg vermieden.