Nach Paul Scharner hat sich auch der aussortierte Gojko Kacar über seine Perspektivlosigkeit beim Bundesligisten Hamburger SV beschwert. "Sie wollen mir zeigen, dass ich überflüssig bin, und mich mental schwach machen, damit ich mir einen neuen Verein suche. Aber mich macht der HSV nicht kaputt", sagte Kacar in einem Interview mit der "Sportbild": "Es ist vielleicht die schwierigste Situation, seit ich Profi-Fußballer bin. Es geht mir alles sehr nahe."

Kacar sei "überrascht" gewesen, als Sportchef Oliver Kreuzer ihm mitteilte, dass Trainer Thorsten Fink nicht mehr mit ihm arbeiten wolle. "Es gibt ja auch andere Spieler beim HSV, die gehen sollen und trotzdem weiter mit den Profis trainieren.

Ich weiß nicht, was der Unterschied zwischen mir und Paul Scharner, Slobodan Rajkovic und Michael Mancienne sein soll. Aber ich bin optimistisch. Ich werde bei einem anderen Verein zeigen, dass der HSV einen Fehler macht", sagte der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler. Innenverteidiger Scharner hatte seine Situation beim HSV als "Horror" bezeichnet und von psychischen Auslösern für seine Wadenverletzung gesprochen.

Der Serbe Kacar ist nach seinem Wechsel 2010 von Hertha BSC zum HSV nie über die Rolle als Ergänzungsspieler hinausgekommen. Sein Vertrag bei den Hanseaten läuft noch bis 2015. Neben Kacar und Scharner sollen auch Robert Tesche, Rajkovic und Mancienne den Klub verlassen.

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