Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat auf die neuen Vorwürfe gegen ihn reagiert, weit höhere Summen in der Schweiz versteckt zu haben als bislang bekannt war.

"Absurde Unwahrheiten werden nicht wahrer, wenn man sie ständig wiederholt", sagte Hoeneß am Rande eines Charity-Golfturniers zu SPORT1: "Ich habe meinen Anwalt gebeten, gegen diesen Wahnsinn vorzugehen. Er wird alle juristischen Wege einleiten."

Der "Stern" hatte berichtet, dass sich auf dem Depotkonto bei einer Schweizer Privatbank in den Jahren vor 2008 durchgehend Werte von mehr als 500 Millionen Schweizer Franken befunden hätten. Das habe ein Hinweisgeber über seinen Anwalt bei der Münchner Staatsanwaltschaft angegeben.

Hoeneß sieht sich in der Steueraffäre mittlerweile einer regelrechten Hetzjagd ausgesetzt. "Ich habe manchmal das Gefühl, dass jeder meint, mich verfolgen zu können", erklärte der Bayern-Präsident SPORT1.

In der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft München II nach monatelangen Ermittlungen Anklage gegen den FCB-Präsidenten und -Aufsichtsratsvorsitzenden erhoben.

Die 5. Strafkammer des Landgerichts München II will nun bis Ende September über eine Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden.

Hoeneß hatte beim Finanzamt Anfang des Jahres Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäß deklarierten Kontos in der Schweiz erstattet.

Die Situation hat weiter großen Einfluss auf die Gemütslage des Bayern-Präsident weiter. "Es hängt immer davon ab - wenn in der Öffentlichkeit Ruhe ist, geht es einem gut. Wenn Sie solche unglaublichen Unterstellungen erleben müssen wie ich heute, dann geht es einem natürlich nicht gut", sagte er am Donnerstag.

Auch deshalb wolle er sich in Zukunft wehren.

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