Hertha-Mittelfeldspieler Alexander Baumjohann hat sich bei der 0:2-Niederlage in Wolfsburg schwer am Knie verletzt.

Der Manager von Hertha BSC Berlin, Michael Preetz verkündete im Volkswagen Doppelpass bei SPORT1 die Hiobsbotschaft.

Demnach zog sich Baumjohann einen Kreuzbandriss zu und fällt mindestens sechs Monate aus.

"Das ist für uns natürlich eine bittere Nachricht", sagte Preetz traurig.

Der 26-Jährige war in der 87. Minute im Kunstrasen neben der Außenlinie hängengeblieben und musste ausgewechselt werden.

Im Sommer war er von Zweitligist 1. FC Kaiserslautern nach Berlin gewechselt.

Außerdem besätigte Preetz den bevorstehenden Wechsel von Pierre-Michel Lassoga zum Hamburger SV.

"`Es ist besprochen, aber es geht noch um die formale Abwicklung. Der Transfer wird am Montag über die Bühne gehen", stellte der Manager von Hertha BSC Berlin klar.

"Er war lange verletzt und hat es nicht geschafft, in eine erfolgreich funktionierende Mannschaft zu kommen. Für ihn ist es schwirig, da sich Luhukay klar auf Adrian Ramos als vordere Sturmspitze festgelegt hat, erklärte der Manager den Transfer.

Im Tausch für den Stürmer wird HSV-Mittelfeldspieler Per Skjelbred nach Berlin wechseln.

"Ich glaube, dass das ein Geschäft ist, bei dem alle Seiten ihre Freude haben. Pierre bekommt Spielpraxis, und wir haben im Mittelfeld noch Bedarf und würden in Per Skjelbred einen Spieler bekommen, der uns im Laufe der Saison sicher weiterhilft", führte Preetz weiter aus.

Beide Spieler werden jeweils für ein Jahr ausgeliehen, eine Kaufoption bestehe nicht.

Trotz der 0:2-Niederlage in Wolfsburg zeigte sich Preetz mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden.

"Wir haben auch in Wolfsburg gut gespielt, haben aber bei den Gegentoren nicht die nötige Cleverness gezeigt."

Beim Elfmetertreffer durch Diego zum 2:0 sieht Preetz aber auch die Schuld bei Schiedsrichter Robert Hartmann.

"Die mit Abstand beste Sicht auf die Situation hatte der Schiedsrichter. Er hätte sehen müssen, dass Brooks schon bevor Diego abhebt, die Hände oben hat", kritisierte Preetz den Referee.

Nach der Niederlage stehen die Berliner als Sechstplatzierte noch immer gut da, zuvor hatte die Hertha mit sieben Punkten aus drei Spielen gar einen Rekordstart hingelegt.

Preetz bemüht sich allerdings, zu hohen Erwartungen entgegenzuwirken: "Wir wollen die Euphorie nicht bremsen, wollen sie mitnehmen, müssen aber auch den realistischen Blick bewahren."

"Wir können diesen Start einordnen, wissen aber auch, dass es in einer Bundesliga-Saison über 34 Spieltage für einen Aufsteiger auch Rückschlage geben wird", führte er weiter aus.

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