Christian Bieberstein, Chef des mächtigen Supporters-Fanklubs mit 55.000 Mitgliedern, hat die Pläne zur Ausgliederung der Profi-Abteilung beim Hamburger SV mit Zurückhaltung aufgenommen.

"Wir werden den Entscheidungsprozess erst einmal neutral begleiten, auch wenn jeder von uns natürlich seine eigene Meinung hat", sagte Bieberstein.

Er bezeichnete das Urteil über die Einbindung von Investoren als "Königsfrage, die jedes Mitglied für sich selbst entscheiden muss".

Zurzeit sei die Mitgliedschaft gespalten.

Biebersteins Votum dürfte für die Abstimmung über die am Dienstag vom früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst-Otto Rieckhoff vorgestellten Pläne im Januar 2014 richtungweisend sein.

Bei der Mitgliederversammlung müsste der Vorstand mit einfacher Mehrheit beauftragt werden, eine Ausgliederung vorzubereiten.

Für einen späteren Vollzug wäre dann bei einer weiteren, außerordentlichen Versammlung sogar eine Dreiviertelmehrheit nötig.

Rieckhoff will die Profi-Abteilung des HSV nach dem Vorbild von Bayern München in eine Aktiengesellschaft umwandeln, den Aufsichtsrat deutlich verkleinern (von elf auf sechs Mitglieder) und den Klub damit für Investoren wie den umstrittenen Klaus-Michael Kühne öffnen.

Der HSV, das versicherte Rieckhoff, solle jedoch "niemals zum Spielball externer Geldgeber" werden.

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