Die "Rudi-Assauer-Initiative" für die Unterstützung von Demenzkranken und deren Angehörigen hat am Mittwoch in Gelsenkirchen ihre Struktur und ihre Ziele vorgestellt.

In der Arena auf Schalke warben Prominente wie der frühere Vize-Kanzler Franz Müntefering, Reporterlegende Werner Hansch und der Schalker Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies um Aufmerksamkeit.

Der ehemalige Schalke-Manager Assauer, an Alzheimer erkrankt, wurde von seinem Freund und Betreuer Professor Heinz-Gerhard Bull vertreten.

Tönnies kündigte an, dass sowohl Schalke 04 als auch er persönlich die Initiative unterstützen werden.

"Rudi Assauer war über viele Jahre das Gesicht unseres Vereins und des gesamten Ruhrgebiets. Wir sind dankbar für alles, was er geleistet hat, und fühlen uns ihm verpflichtet", sagte er.

Müntefering und der frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen schilderten persönliche Begegnungen mit Assauer.

"Rudi war ein Mann mit Visionen, ist aber immer mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben", sagte Pleitgen, der darauf hinwies, dass "immer mehr Menschen von dieser neuen Volkskrankheit betroffen sind."

Müntefering betonte, Assauer und dessen Familie hätten die Krankheit öffentlich gemacht und "ein wichtiges Tabu gebrochen. Menschen mit Demenz müssen nicht unglücklich sein, sie müssen aber mitgenommen werden. Wir wollen gemeinsam Kräfte bündeln und den Betroffenen Mut machen."

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