Für Trainer Jos Luhukay war der Wechsel zu Bundesligist Hertha BSC eine schwierige Angelegenheit.

Auf die Frage, ob es die mutigste Entscheidung in seinem Leben gewesen sei, 2012 den kriselnden Hauptstadt-Klub zu übernehmen, sagte Luhukay dem "kicker": "Das kann man so sagen. Viele Menschen haben mir abgeraten, es zu machen."

Auch die erste Zeit als Trainer in Berlin sei keine einfache Zeit gewesen. "Zu viele Menschen waren sehr negativ eingestellt: Fans, Leute, im Umfeld des Klubs, Medien", sagte der Coach.

Im ersten Jahr habe man durch den Aufstieg in die Bundesliga und durch Leidenschaft Kredit zurückgewonnen. "So ist schnell Ruhe eingekehrt. Der Erfolg hat uns geholfen. Hertha ist auf dem Weg zu Kontinuität und zurück zur Seriösität", sagte der 50-Jährige.

Nach vier Spieltagen im Oberhaus hat Hertha mit zwei Siegen, einem Remis und einer Niederlage einen guten Start hingelegt. Das Umfeld ist beruhigt, doch das könne sich nach Ansicht von Luhukay schnell wieder ändern.

"Hätten wir in Berlin einen schlechten Start gehabt, weiß ich nicht, was nach sechs, sieben Spieltagen passiert wäre", sagte der Niederländer.

Von seinen Spielern fordert Luhukay viel Disziplin: Jeweils ab Dienstag vor einem Punktspiel gilt für seine Profis eine um 23 Uhr beginnende Ausgangssperre.

"Ich verlange täglich maximale Trainingsbereitschaft und Regeneration. Wenn ihr Berlin genießen möchtet, sucht euch einen anderen Beruf", betonte der Coach. Die Hauptstadt biete besonders jüngeren Spielern ausufernde Freizeitmöglichkeiten, die sich störend auswirken könnten: "Berlin lebt 24 Stunden am Tag."

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