Jan-Henrik Gruszecki, der Sprecher der Fan-Initiative "12:12", hat bei SPORT1 den angekündigten Rückzug der Polizei aus dem Stadion von Schalke 04 begrüßt und gleichzeitig NRW-Innenminister Ralf Jäger und die Beamten kritisiert

"Jäger war doch ziemlich unsouverän, hat sich vom Polit-Hooligan zum Kleinkind verwandelt, dem man scheinbar seine Schippe weggenommen hat", kommentierte Gruszecki, nachdem der Innenminister am Donnerstag erklärt hatte, die Polizei ziehe sich bis auf weiteres aus der Schalker Arena weitgehend zurück.

Auch die Polizei kritisierte der Fansprecher. "Grundsätzlich ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen derzeit eher ein Risikofaktor als ein Sicherheitsfaktor", meinte Gruszecki: "Für die Situation im Stadion ist es daher glaube ich gar nicht so schlecht, wenn alle Seiten mal ein bisschen runterfahren und Konflikte eher vermieden werden können."

Für das harte Durchgreifen der Beamten in der Champions-League-Qualifikation gab es auch vom Fansprecher deutliche Kritik.

"Wir haben beim Spiel Schalke gegen Saloniki ja gesehen, dass die Polizei wie eine wilde Horde durchgeknüppelt ist und mit Pfefferspray für 80 Verletzte gesorgt hat. Sogar das Deutsche Rote Kreuz wurde von den Polizisten verprügelt", erklärte Gruszecki und ergänzte: "Ich glaube, das spricht für sich und zeigt, dass die Polizei in Nordrhein-Westfalen derzeit noch nicht so weit ist wie viele Fußballfans."

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