Einen Tag nach seiner Ankündigung, die Polizei bis auf weiteres bei Fußballspielen des FC Schalke 04 aus dem Stadion abzuziehen, hat NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) Kooperationsbereitschaft des Bundesligisten eingefordert.

"Wir sind gesprächsbereit. Und wir wollen ja gute, sichere und stimmungsvolle Fußballspiele haben ? auch auf Schalke. Und das muss man natürlich in der Zukunft anpeilen", sagte Jäger bei "N24".

Dies setze aber eine Kooperationsbereitschaft des Bundesligisten voraus.

"Und die kann ich zur Zeit nicht erkennen."

Mit einem Bekenntnis zu ordnungspolitischen Aufgaben bei Großveranstaltungen hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf die Geschehnisse reagiert.

"Die weit über zehn Millionen Zuschauer allein in einer Bundesligasaison haben das Recht auf ein sicheres Fußball-Erlebnis und damit auch auf die Präsenz der Polizei", sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek.

Gleichwohl kann der Gewerkschafter die Gelsenkirchener Maßnahme nach der Kritik des Klubs nachvollziehen: "Wir haben großes Verständnis für die massive Verärgerung unserer Kolleginnen und Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, die für einen mit den Verantwortlichen von Schalke 04 abgestimmten Einsatz zu Unrecht kritisiert wurden."

Radek unterstrich die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen seinen Kollegen und dem Ordnungsdienst von Klubs zur Gewährleistung von Sicherheit bei Fußballspielen: "Es ist unrealistisch, dass die Vereine aus dem Stand heraus genügend gut ausgebildetes Sicherheitspersonal stellen könnten", sagte der GdP-Vize.

Unabdingbar sei außerdem die Fortsetzung der Dialoge mit den Fans.

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