Investor Klaus-Michael Kühne befürwortet die Initiative "HSVPlus" um den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst-Otto Rieckhoff, die eine Ausgliederung der Profi-Abteilung des Hamburger SV anstrebt.

"Ich unterstütze die Reformbewegung. Ich finde es großartig, dass da jetzt eine Initiative läuft", sagte der 76-Jährige in einem Interview mit dem Fernsehsender "Hamburg 1": "Ich bin sicher, dass diese Reformbewegung nun Erfolg haben wird."

Kühne zeigte sich zudem bereit, den Initiatoren unter die Arme zu greifen: "Wenn ich unterstützen kann, wenn man mich braucht, wenn man mich wünscht, dann tue ich es gerne. Ich will mich nicht aufdrängen."

Er sei interessiert, zehn bis 20 Prozent der Anteile zu übernehmen, wenn der HSV eine neue Struktur erhalte und auch andere Geldgeber mitmachten, sagte Kühne dem "Wall Street Journal Deutschland".

"Soweit bis zu 49 Prozent der Anteile an einer solchen Gesellschaft zur Disposition stehen, würde ich einen 10- bis 20-prozentigen Anteil ins Auge fassen", sagte der 76 Jahre alte Mehrheitseigner des Logistikkonzerns Kühne + Nagel.

"Die Größenordnung des Einstiegs hängt von der Bewertung der Gesellschaft ab, an der ich mich beteiligen soll", sagte Kühne mit Blick auf die Initiative "HSV Plus".

Bei einem Verkauf von mehr als 25 Prozent der AG-Anteile müsste laut Konzept die Mitgliederversammlung des Vereins zustimmen.

Milliardär Kühne machte deutlich, dass er ein ausgewogenes Team von Geldgebern bevorzugen würde: "Mir wären fünf Aktionäre mit jeweils 9,9 Prozent lieber als ein größerer Aktionär und mehrere kleinere."

Die Reformpläne der Initiative "HSVPlus - Aufstellen für Europa", die Rieckhoff in der vergangenen Woche in der Hansestadt vorgestellt hatte, sehen die Umwandlung der Profi-Abteilung des HSV in eine Aktiengesellschaft vor.

Zudem soll der Aufsichtsrat von elf auf sechs Mitglieder reduziert und der Klub damit für Investoren wie den umstrittenen Kühne geöffnet werden.

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