Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler kann gut damit leben, dass Bundetrainer Joachim Löw Bayer-Stürmer Stefan Kießling konsequent ignoriert.

"Das ist ja seit zwei jahren eine Never-Ending-Story. Ich finde, die derzeitige Lösung ist für alle Beteiligen am besten", sagte Völler im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

Den klaren Kurs von Löw unterstützt der ehemalige Bundestrainer: "Mir ist es lieber, von Anfang an zu sagen: 'Du bist nicht dabei', als dass aus öffentlichem Druck eine Alibi-Nominierung kommt."

Trotzdem ist sich Völler sicher, dass Kießling im Fall der Fälle als Notlösung bei der WM 2014 einspringen würde: "Ich glaube, wenn Not am Mann ist im nächsten Jahr, dann wird Stefan immer bereit stehen, um Deutschland zu helfen."

Von den Qualitäten seines Top-Scorers ist der 53-Jährige voll überzeugt: "Ich habe immer gesagt: Er muss es dem Bundestrainer so schwer wie möglich machen. Wenn er so spielt wie gestern, wird es schwer für Jogi."

Kießling hatte beim Leverkusener 3:1 gegen Wolfsburg zwei Tore erzielt und einen Treffer vorbereitet.

Zu den Leverkusener Zielen sagte Völler: "Wir dürfen zwar träumen, mal wieder einen Pott zu holen. Das kann zum Beispiel der DFB-Pokal sein. Aber wir müssen uns realistische Ziele setzen, so wie wir es die letzten Jahre auch gemacht haben: Minimalziel Europa League und Wunschziel Champions League."

Diese Ziele will man mit Trainer Sami Hyypiä erreichen. Für ihn hat der Sportdirektor ein Lob übrig: "Sami ist an seiner Aufgabe gewachsen. Das eine Jahr mit Sascha Lewandowski hat ihm gut getan. Jetzt ist er ein gestandener Trainer geworden."

Von den momentanen Leistungen des Konkurrenten aus Dortmund ist Völler begeistert: "Wir haben gedacht, dass sie vielleicht dieses Jahr schwächeln, da wir letztes Jahr nur einen Punkt hinter ihnen waren. Leider nicht. Man muss wirklich den Hut ziehen, wie Borussia Dortmund in die Saison gestartet ist. Das Spiel gestern war schon toll."

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