Ehrenpräsident Franz Beckenbauer hat Bayern Münchens Sportvorstand nach dessen Wutrede bestärkt. "Mit seinem Vorstoß unterstützt er Guardiola, damit nicht alles auf ihm allein lastet. Das ist richtig so", erklärte Beckenbauer gegenüber "Bild".

Der 68-Jährigen ist überzeugt: "Als Sportvorstand hat Matthias auf jeden Fall das Recht dazwischenzuhauen, wenn er Fehlentwicklungen sieht. Da er dicht an der Mannschaft und täglich beim Training ist, erkennt er Anzeichen vielleicht früher als andere. Ich denke, Matthias handelt nach dem Motto: Wehret den Anfängen! Und das finde ich auch in Ordnung."

Sportvorstand Sammer hatte trotz Bayerns 2:0-Sieg über Hannover 96 deutliche Kritik an den Spielern des Rekordmeisters geübt.

"Wir spielen zum Teil lethargisch, wir spielen ohne Emotionen Fußball, wir machen Dienst nach Vorschrift", schimpfte der 46-Jährige unter anderem.

Auch Beckenbauer wies auf die Gefahr nach dem Triple-Gewinn in der Vorsaison hin, auch wenn er nicht glaube, dass sich die Profis bewusst hätten hängen lassen: "Nach einem Traum-Jahr besteht jedoch die Gefahr, dass man sich innerlich ein bisschen zurücklehnt und glaubt, dass nichts mehr schiefgehen kann."

Hier weiterlesen: Sammer-Kritik: "Lethargisch, emotionslos, Dienst nach Vorschrift"

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