DFL-Chef Christian Seifert hat vor einer vorschnellen Verlegung der Weltmeisterschaft 2022 in Katar in den Winter gewarnt.

"Wir möchten verhindern, dass jetzt völlig überstürzt eine Entscheidung getroffen wird, die man einfach nicht bis zu Ende gedacht hat", sagte der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung im "Hessischen Rundfunks".

Seifert regte die Bildung einer Arbeitsgruppe der DFL unter der Leitung von Geschäftsführer Andreas Rettig an, "die erst einmal alle Dinge gegeneinander abwägt".

Seifert kritisierte erneut die WM-Vergabe in den Golfstaat, sagte aber auch: "Wenn die FIFA jetzt einfach, ohne einmal darüber zu diskutieren, die WM in Katar in den Winter verlegt, dann wird das sehr schwierig werden."

Es sei "verdammt ärgerlich, dass man sich mit etwas beschäftigen muss, das 24 Menschen bei der FIFA entschieden haben, und die gesamte Welt des Fußballs macht sich jetzt Gedanken, wie man mit dieser Entscheidung umgeht."

Seifert hält angesichts der Temperaturen in Katar eine Sommer-WM dort für nicht durchführbar, auch FIFA-Boss Joseph Blatter will das Turnier inzwischen in den Winter verlegen.

Dies hätte massive Folgen für den internationalen Fußballkalender und in Deutschland Auswirkungen bis in die Amateurklassen hinunter.

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