Oliver Kreuzer, Sportdirektor des Hamburger SV, hat sich gegen die harte Kritik von Investor Klaus-Michael Kühne an seiner Person gewehrt:

"Herr Kühne darf ruhig seine eigene Meinung haben. Es ist aber doch sehr speziell, wenn jemand aus der Distanz Leute bewertet, mit denen er noch nie persönlichen Kontakt hatte. Ich würde mich freuen, wenn er mal nach Hamburg kommen würde, um konstruktiv die Dinge zu besprechen", sagte Kreuzer im Gespräch mit SPORT1.

Kühne hatte zuvor die HSV-Führung scharf angegriffen und forderte einen Neuanfang beim Bundesliga-Dino unter Felix Magath.

"Wenn er (Kühne, Anm. d. Red.) jetzt meint, dass ich mit der Trainersuche überfordert wäre, dann muss ich mich fragen 'woher nimmt er diese Meinung?' Wenn er nach Persönlichkeiten ruft, verstehe ich auch sein neues Präsidenten/Trainer-Modell nicht" kritisierte Kreuzer.

Kühne hatte im SPORT1-Interview betont, dass er sich Bernd Hollerbach als neuen Trainer wünsche, Magath sollte zum starken Mann in der Führung des HSV werden.

Der Verein sucht unbeeindruckt nach einem neuen Trainer. Kreuzer bestätigte, dass etwa fünf Trainer in der engeren Auswahl für den Posten des am Montag entlassenen Thorsten Fink stehen. Im Nordderby am Samstag (ab 15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) gegen Werder Bremen wird jedoch noch Interimstrainer Rodolfo Cardoso auf der HSV-Bank sitzen, erklärte der 47-Jährige.

Die Anforderungen an den neuen HSV-Trainer sind Kreuzer zufolge klar definiert: "Er sollte die deutsche Sprache beherrschen, eine gewisse Erfahrung haben, in Deutschland schon mal gearbeitet haben und natürlich finanzierbar sein. Wir wollen uns nicht unter Druck setzen lassen, aber wir wünschen uns schon eine zeitnahe Entscheidung", sagte er SPORT1.

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