Das Tischtuch zwischen dem 1. FC Nürnberg und Hanno Balitsch ist endgültig zerschnitten.

Der frühere Nationalspieler bleibt suspendiert und darf nur noch mit der U23 der Franken trainieren.

Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Balitsch sowie Trainer Michael Wiesinger und Sportvorstand Martin Bader am Sonntag.

Der Vertrag des 32-Jährigen, der am Saisonende ausläuft, bleibt jedoch bestehen. Zuvor war spekuliert worden, dass sich Club und Spieler sofort trennen könnten.

Der Abschied dürfte jetzt erst im Winter erfolgen, wenn das Transferfenster wieder öffnet.

Bader und Wiesinger gaben für den Schritt erneut nicht näher erläuterte "sportliche Gründe" an.

"Es war keine leichte Entscheidung, aber sie war wohlüberlegt", sagte Wiesinger: "Die Mannschaft muss funktionieren und einen Weg gehen. Ich möchte diesen Weg ohne Hanno Balitsch gehen, weil ich glaube, dass wir damit auch sportlich wieder besseren Zeiten entgegengehen."

Balitsch sei von der Entscheidung der Verantwortlichen enttäuscht gewesen, habe aber gefasst reagiert. "Er ist lange genug Profi." Mit 334 Einsätzen in der Bundesliga ist er der dritterfahrenste noch aktive Spieler.

Inwieweit tatsächlich sportliche Gründe ausschlaggebend für seine Suspendierung waren, ist indes fraglich. Balitsch hat in der vergangenen Saison nur ein Spiel (wegen einer Gelbsperre) verpasst und war in der aktuellen Spielzeit in den ersten fünf Begegnungen von Beginn an aufgelaufen.

Vor dem Duell mit Borussia Dortmund am vergangenen Samstag (1:1) nahm ihn Wiesinger dann aus dem Team. Im Umfeld des Club heißt es, Balitsch habe in der Mannschaft häufig für schlechte Stimmung gesorgt und so das Betriebsklima gestört.

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