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Frank Pagelsdorf war von 1997 bis 2001 Trainer des Hamburger SV © getty

Nach Meinung des ehemaligen HSV-Trainers Frank Pagelsdorf hat die Krise beim Bundesliga-Dino mehrere Gründe.

Der 55-Jährige kritisierte im Interview mit SPORT1.fm zunächst die Nachwuchsförderung des Hamburger SV. Obwohl pro Jahr wissentlich sehr viel in die Nachwuchsarbeit investiert werde, sei in den letzten zehn, fünfzehn Jahren keiner nachgerückt. "Eigentlich müssten pro Jahr mindestens ein bis zwei Spieler den Sprung in den Profikader schaffen", so Pagelsdorf weiter.

Auch die Zusammenstellung des Kaders sei in den letzten Jahren nicht sehr glücklich gewesen: "Mir fehlen die Typen, die Charakterköpfe innerhalb der Mannschaft."

Um den Verein wieder in ruhigere Fahrwasser zu führen, seien zusätzlich grundlegende Veränderungen vonnöten.

"Die Struktur des Vereins spricht gegen einen Erfolg. Ich glaube, dass man nur dann eine Chance hat, wenn man die Strukturen ändert, sprich, den Profibereich ausgliedert", sagt Pageldorf, der eine solche Initiative durchaus unterstützen würde.

Die Verpflichtung von Bert van Marwijk als neuen HSV-Trainer sieht Pagelsdorf positiv: "Nach Thorsten Fink einen erfahrenen Trainer zu holen, ist die richtige Maßnahme. Und van Marwijk hat diese Erfahrung, auch international. Insofern ist es keine verkehrte Entscheidung."

Pagelsdorf ist optimistisch, dass sich der HSV vom Tabellenende "weg bewegen" werde. "Der HSV gehört ins Mittelfeld, mehr aber leider auch nicht."

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