Ex-HSV-Trainer Thorsten Fink zeigt sich über die Umstände seiner Entlassung beim Nordklub vergangene Woche empört.

Gegenüber der "Sport Bild" verriet der Ex-Bayern-Profi nun, dass ihm "der Boden unter den Füßen weggerissen wurde".

Als Fink von HSV-Sportchef Kreuzer zum gemeinsamen Gespräch nach München gebeten wurde, ging er lediglich davon aus, dass dieses einen rein organisatorischen Hintergrund habe:

"Ich bin ohne jeden Zweifel losgefahren. Als wir uns in München trafen, sagte er, er müsse die Reißleine ziehen. Er redete zwanzig Minuten. (...) Ein Alleingang von ihm war es sicher nicht. Aber ich weiß nicht, was zwischen Sonntag und Montag genau passiert ist?, so Fink.

Nach der Entlassung und der Verabschiedung von der Mannschaft sind dann sogar ein paar Tränen geflossen, wie Fink gegenüber der "Sport Bild" zugab:

"Ich war sehr emotional. Leichte Tränen gab es. Ich habe diese Truppe gemocht, und die Truppe mochte mich."

Fink bedauerte, dass er in Hamburg nicht genügend Zeit für die Umsetzung seines Konzeptes bekommen habe: "Ich hatte Ziele und Visionen."

Als Grund für sein Scheitern beim HSV nannte der 45-Jährige, der nach zwei Jahren im Amt vor einer Woche beurlaubt wurde, die Unruhe bei dem Traditionsverein.

Ständig herrsche in der Hansestadt "Theater", "das tut dem HSV weh. Da sagt ein Alt-Internationaler etwas, und schon glaubt es jeder. Ich konnte im Training nicht einen Standard im Verborgenen einstudieren. Das alles kostet schon Prozente".

Gerüchte, die behaupten, dass Fink nun ein Praktikum bei Bayerns Coach Pep Guardiola absolvieren könnte, stritt Fink im Interview mit "Sport Bild" ab:

"Unsinn, ich habe gesagt, ich werde mir sicher mal das Bayern-Training anschauen, schließlich wohne ich ja in München. Und daraus wurde gleich ein Praktikum gemacht. Fakt ist: Ich bin Fußballer durch und durch. Zu Hause rumsitzen werde ich sicher nicht.?

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