Bert van Marwijk ist am Mittwoch als Trainer des Hamburger SV offiziell vorgestellt worden.

Dabei machte er keinen Hehl daraus, dass er der vom Klub abgelehnten Verpflichtung von Andreas Möller als Co-Trainer, hinterhertrauert.

"Ich hätte Andy gerne dabei gehabt, aber der Verein hat gesagt, dass das nicht geht. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass ich Andy mal hier her hole", wünscht er sich.

Als eine seiner ersten Amtshandlungen will er der Mannschaft wieder Selbstvertrauen einhauchen.

"Wenn alles normal wäre, müsste der HSV um einen Platz von eins bis sechs spielen. Aber jetzt ist es ganz wichtig, dass wir da unten rauszukommen und die Mannschaft stabiler wird", so der Holländer.

Mit erst einem Sieg aus sechs Spielen liegen die Hamburger derzeit auf Rang 16.

Van Marwijk betonte, noch mit keinem Spieler - auch Rafael van der Vaart - gesprochen zu haben.

Zugleich plane er, die Spieler in die Pflicht zu nehmen: "Ich bin kein Typ, der Druck wegnehmen will, ich mag Druck. Jedes Team braucht auch Druck, aber er muss realistisch sein. Ich kenne die Situation und sie ist nicht gut."

Für seine vorschnelle Verkündung des Deals mit dem HSV in niederländischen Medien am Samstagabend hatte er eine Erklärung parat: "Meine Information war, dass der Vorstand Samstagmittag zusammenkam. Ich habe abends um 20 Uhr eine SMS bekommen, dass alles klar sei. Aber ich verstehe, dass Leute das kritisieren."

Van Marwijk soll rund 1,4 Millionen Euro Jahresgehalt und einen Zweijahresvertrag mit Option für eine weitere Spielzeit erhalten.

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