Werder Bremens Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke steht dem Einstieg eines strategischen Partners bei Weder Bremen offen gegenüber.

"Unsere Geschäftsführung wäre bestens darauf vorbereitet. Wenn beispielsweise ein Sportartikelhersteller käme und 20 Prozent der Anteile kaufen wollte, wäre unsere Geschäftsführung sicher zu Gesprächen bereit", sagte Lemke der "Bild am Sonntag".

Die Situation beim Hamburger SV, wo sich Geldgeber Kühne zuletzt in die Vereinspolitik eingemischt hatte sei aber "für die betroffenen Personen ein Albtraum".

Einmischung in das Tagesgeschäft durch Dritte sei inakzeptabel. "Das ist für Bremen und auch andere Vereine unvorstellbar. Da verzichten wir lieber auf das Geld", erklärte Lemke.

Die finanziellen Probleme seines Clubs begründete Lemke mit den gutdotierten Altverträgen einiger Spieler bei gleichzeitigem Wegfall der Champions-League-Einnahmen.

Lemke regte eine gerechtere Verteilung der Einnahmen in der Bundesliga an.

"Es wird der Bundesliga auf Dauer nichts bringen, wenn wenige Teams alle Wettbewerbe klar dominieren. Ich bin der Überzeugung, dass eine Diskussion über einen gerechteren Verteilungsschlüssel für die gemeinsam erwirtschafteten Gelder der Liga nicht schaden würde", sagte Lemke.

Zu den Spekulationen, dass er ein Kandidat für den Präsidentschafts-Posten beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sei, wollte sich Lemke nicht äußern.

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