Knapp zwei Wochen nach der Entlassung von Thorsten Fink hat Sportdirektor Oliver Kreuzer noch einmal mit dem ehemaligen Trainer des Hamburger SV abgerechnet.

Insbesondere die Entscheidung, der Mannschaft nach der 1:5-Pleite gegen Hoffenheim frei zu geben sei ein Fehler gewesen.

"Das habe ich ihm direkt in der Kabine gesagt: Du kannst nicht zwei Tage frei geben. Das ist das falsche Signal nach außen", erklärte Kreuzer im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

Die Folgen seien verheerend gewesen: "Wir wissen alle, was daraus entstanden ist: Zwei Spieler haben geglaubt, die beste Aufarbeitung dieses Spiels kann man auf Mallorca machen", schimpfte der 47-Jährige weiter.

Auch Finks Heimflug nach München nach der 2:6-Klatsche gegen Dortmund kann Kreuzer nicht nachvollziehen: "Nach so einem Spiel ist die Präsenz des Trainers gefragt. Da kann ich nicht am Sonntagmorgen in den Flieger steigen und zur Familie fliegen."

Trotzdem sei es schwierig gewesen, Fink seinen Rauswurf beizubringen: "Es war nicht einfach. Wir kennen und schätzen uns seit über 20 Jahren."

Einen weiteren Seitenhieb in Richtung des Ex-Trainers konnte sich Kreuzer trotzdem nicht verkneifen.

Auf die Frage, was den Ausschlag für den neuen Coach Bert van Marwijk gegeben hatte, antwortete Kreuzer: "Wir wollten keine Experimente mehr. Wir wollten einen Trainer mit Erfahung und einen der schon erfolgreich war."

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