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Uli Hoeneß ist ein Mann der klaren Worte. Wenn den Ex-Präsidenten des FC Bayern  jemand verärgert, dann tut er dies ungefiltert und oftmals lautstark kund. Freunde macht er sich damit eher nicht
Uli Hoeneß ist seit 2009 Präsident des FC Bayern München © imago

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich nach den heftigen Kommentaren von Zlatan Ibrahimovic in Richtung Bayern-Trainer Pep Guardiola zu Wort gemeldet und den Schweden verbal abgewatscht.

"Ich halte Ibrahimovic für eine gekränkte Primadonna, die den Weggang von Barcelona nicht verkraftet hat", verpasste Hoeneß dem exzentrischen Schweden eine Breitseite in der "Bild".

"Kein Verein ist mit ihm glücklich geworden. Er ist ein Problembär", legte Hoeneß nach.

Ibrahimovic nutzte vor wenigen Tagen ein Interview mit dem "Spiegel", um sein Buch mit markigen Sprüchen zu promoten. Vor allem Bayern-Trainer Guardiola war Ziel seiner spitzen Kommentare.

"Guardiola ist feige. Er hat keine Eier.", sagte Ibrahimovic in einem Interview mit dem Magazin.

"Wer mich kauft, kauft einen Ferrari. Wer einen Ferrari kauft, fährt auf die Autobahn und gibt Vollgas." Der schwedische Superstar leidet wahrlich nicht an mangelndem Selbstbewusstsein.

Bei seinem ehemaligen Trainer Pep Guardiola sei das jedoch anders, behauptete der Stürmer.

Der spanische Trainer habe stets versucht, die "Rennmaschine" Ibrahimovic auszubremsen.

"Guardiola hat Diesel getankt und eine Tour ins Grüne gemacht. Hätte er sich gleich einen Fiat kaufen sollen."

2009 trainierte der exzentrische Kicker unter Guardiola beim FC Barcelona. Über das Verhältnis zum aktuellen Bayen-Coach hat sich "Ibra" schon öfter abschätzend geäußert. Jetzt legte er noch mal nach.

"Guardiolas philosophische Ansprachen in der Kabine ? das ist Scheiße für Fortgeschrittene", empörte sich der Schwede.

Der katalanische Trainer habe ihn für Lionel Messi geopfert, aber nicht den Mut gehabt, ihm das zu sagen.

"Ich habe ihm (Guardiola, d. Red.) gesagt: Wenn ich hier nicht reinpasse, musst du mir das nur einmal sagen ? dann bin ich weg. Guardiola hat rumgesäuselt: 'Ibra, du bist super, du machst alles richtig.' Trotzdem hat er mich auf die Bank gesetzt.", sagte Ibrahimovic.

Nach nur einer Saison in Barcelona war für den schwedischen Nationalspieler das Kapitel Katalonien schon wieder beendet. Heute spielt er beim neureichen französischen Klub Paris St Germain.

Auch der Trainer der holländischen Nationalmannschaft musste sich kritische Worte von Ibrahimovic anhören. Mit Louis van Gaal arbeitete der Stürmer-Star von 2003 bis 2004 bei Ajax Amsterdam zusammen.

"Louis van Gaal war Technischer Direktor und erklärte mir mit dem Bleistift, wann ich wohin laufen sollte. Ich habe ihm gesagt: 'Hör mal, Meister, du hast mir gar nichts zu sagen - geh in dein Büro und schreib Briefe.' Mir ging seine Art furchtbar auf die Nerven."

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