Die Fan-Ausschreitungen beim Derby am Samstag gegen Schalke 04 (3:1) könnte für Borussia Dortmund ernste Konsequenzen haben.

"Für das Sportgericht besteht die Möglichkeit, ein Geisterspiel auf Bewährung auszusprechen", erklärte der Chef des DFB-Kontrolausschusses, Anton Nachreiner, der "Bild".

Die örtliche Polizei fordert ernste Folgen: "Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir die Derbys bald ohne Gästefans durchführen müssen", sagte Gelsenkirchens stellvertretender Polizeipräsident Klaus Noske.

Borussia Dortmund will sich indes mit der Aufarbeitung Zeit lassen.

"Wir schießen jetzt nicht aus der Hüfte und äußern uns Ende kommender Woche nach verantwortungsvoller Sichtung und Diskussion aller zugänglicher Erkenntnisse", teilte BVB-Sprecher Sascha Fligge am Montag mit.

Daniel Lörcher, einer der BVB-Fanbeauftragten, wollte zu den Vorkommnissen oder zu möglichen Konsequenzen zunächst gar nichts sagen.

Die BVB-Verantwortlichen hatten die Ausschreitungen ihrer "Fans" schon am Wochenende mit deutlichen Worten verurteilt. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte öffentlich bekundet, sich für das "asoziale Verhalten" einiger zu schämen.

"Ich habe null Verständnis für dieses Verhalten. Das ist nicht tolerierbar, dafür muss man sich schämen", hatte Watzke geäußert.

Die Partie war erst mit fünfminütiger Verspätung angepfiffen worden, weil im Gäste-Fanblock der Veltins-Arena auf Schalke kurz vor 15.30 Uhr Feuerwerkskörper gezündet worden waren.

Schiedsrichter Knut Kircher aus Rottenburg beorderte beide Mannschaften, die schon zum Anstoß bereitstanden, wieder zurück in die Kabinen.

Knall- und Leuchtkörper flogen auf das Spielfeld und in die Ränge.

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