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Christian Streich kommentiert die Entlassung von Gertjan Verbeek © getty

Trainer Christian Streich vom SC Freiburg muss nach der Entlassung seines Kollegen Gertjan Verbeek beim Ligarivalen 1. FC Nürnberg ganz offensichtlich gegen seine Emotionen ankämpfen.

"Ich versuche, gegen das was im Menschen drin ist - Neid, Schadenfreude - anzuarbeiten, nach den Verletzungen und öffentlichen Diffamierungen. Ich möchte nicht über ein primitives Gedankengut da rangehen. Das gelingt nicht immer, aber ich bin bemüht darum", gestand der 48-Jährige während der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel am Samstag beim VfL Wolfsburg (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER).

Verbeek hatte Streichs Verhalten ihm gegenüber bei der Partie am 29. März im Breisgau (2:3) als "unverschämt, brutal und respektlos" bezeichnet. Streich habe ihn überdies beschimpft.

Der Freiburger Coach wies die Anschuldigungen kurz danach allerdings zurück, sprach von einer "Lüge" Verbeeks und war danach auch an einem Versöhnungsgespräch nicht sonderlich interessiert.

Unterdessen hat sich Streich wohl mit einem Wechsel seines Torhüters Oliver Baumann, der mit dem Ligarivalen 1899 Hoffenheim in Verbindung gebracht wird, abgefunden. "Es gibt eben immer mehr Millionärsvereine", sagte Streich lapidar.

Die Mechanismen, dass finanzstarke Klubs den vermeintlichen kleineren Teams die Spieler wegkaufen, "sind uns ja bekannt. Wir müssen uns damit abfinden. Auswirkungen auf unser Spiel hat das nicht."

Mit einem finanziell sehr potenten Gegner bekommen es die Freiburger am Samstag auch in Niedersachsen zu tun.

Die Wolfsburger gehören laut Streich "zu den drei, vier besten Vereinen der Bundesliga", sie seien zudem "richtig stabil". Mit einem Sieg könnte Freiburg den Klassenerhalt perfekt machen.

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