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Der Hamburger SV ist Mirko Slomkas dritte Station in der Bundesliga © getty

Klaus-Michael Kühne, Investor beim Hamburger SV, glaubt nicht, dass Mirko Slomka der richtige Trainer für den Bundesliga-Dino ist.

"Als Privatmann und HSV-Fan kann ich nur sagen, dass ich an diesen Trainer nicht glaube", sagte der 77-Jährige im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt".

"Er hat in der Endphase der Saison keine Punkte geholt, er hat wahnsinniges Glück gehabt, dass der Abstieg verhindert wurde. Es war eine solche Zitterpartie, die möchte ich nicht noch einmal erleben."

Jedoch seien "gute Trainer" nicht "irgendwo bei Karstadt zu kaufen, sondern man muss sie überzeugen, nach Hamburg zu kommen. Und das ist sehr schwierig, so lange es hier diese Störfeuer gibt."

Slomka war Mitte Februar zum HSV gekommen und verhinderte über die Relegation den ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte.

Auch von Rafael van der Vaart ist Kühne "sehr enttäuscht".

Knackpunkt sei nach einer ordentlichen ersten Saison "die Geschichte mit seiner Syvie (van der Vaarts damaliger Frau, Anm. d. Red.) bei der Sylvesterfeier. Ich habe mich dann noch mal mit ihm getroffen, und es sah so aus, als könnte man das noch einrenken. Leider hat es nicht funktioniert."

Nach einem Streit zum Jahreswechsel 2012 hatten sich der Mittelfeldspieler und die TV-Moderatorin getrennt.

Unter den privaten Problemen "habe dann seine Form leider sehr gelitten. Er hat nicht mehr richtig trainiert, seine alte Form nicht mehr gefunden", erklärte der Milliardär.

"Ich bedauere das sehr, zumal es sich für den HSV verhängnisvoll ausgewirkt hat."

Kühne, der 2012 mit einem Darlehen den Transfer des aktuell verletzten Holländers ermöglichte, ist für einen Wechsel: "Ich fände es gut, wenn er versuchen würde, an neuer Wirkungsstätte an alte Zeiten anzuknüpfen."

Zudem sprach sich der Unternehmer für Jens Lehmann als neuen Sportchef unter Dietmar Beiersdorfer aus: "Ich habe ihn vor einem Jahr zufällig kennengelernt. Ich halte ihn für einen guten Typ", sagte Kühne.

"Er ist intelligent, kennt sich im Fußball aus und hat mir signalisiert, dass er nach neuen Aufgaben sucht. Ich habe das dem Verein auch im Herbst mal signalisiert, aber damals wollte keiner etwas davon wissen."

Den bisherigen starken Mann Oliver Kreuzer kenne Kühne "gar nicht persönlich".

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