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Die SPORT1-Reporter Reinhard Franke (r.) und Sebastian Mittag (l.) trafen sich in München mit Thorsten Fink zum Interview © getty

Ex-HSV-Trainer Thorsten Fink hat nach seiner Entlassung keinen Kontakt mehr zu Hamburgs Sportdirektor Oliver Kreuzer.

"Ich habe mit ihm nicht mehr gesprochen. Wir waren nie Freunde, haben auch früher nie zusammengespielt. Er hatte nicht gesehen, dass ich vorher viel erreicht habe als Trainer", sagte Fink im Gespräch mit SPORT1.

Dass Kreuzer ihn nach seinem Abgang attackierte, nimmt Fink ihm nicht mehr übel: "Die Nerven lagen damals blank. Es ist doch klar, dass man gewisse Aussagen trifft, die man hinterher nicht mehr so gemeint hat, wenn man kurz vor dem Abstieg steht. Ich schaue nach vorne und nicht zurück."

Der 46-Jährige rät den Hamburgern, die Ziele für die neue Saison nach unten zu schrauben: "Man sollte realistischer denken. Und es dürfen nicht zu viele Leue mitreden. Mit Mirko Slomka haben sie einen erfahrenen Trainer, der einiges erreicht hat in seiner Karriere. Ob er es dauerhaft schafft, den Klub in die Spur zu kriegen, weiß ich nicht."

Fink findet, neue Spieler würden der Mannschaft gut tun: "Es gab einige Spieler, die für die ausgegebenen Ziele einfach zu schlecht waren. Von denen sollte sich der Verein trennen. Man hat viele gute junge Spieler, mit denen man etwas erreichen kann. Es muss aber einiges verändert werden."

Der ehemalige Bayern-Spieler glaubt, dass der wechselwillige Hakan Calhanoglu, der beim HSV-Trainingsauftakt fehlte, nicht leicht zu halten sein wird: "Hakan ist ein Top-Talent. Und was das Beste für ihn ist, muss der Berater entscheiden. Grundsätzlich ist es immer schwer, Spieler zu halten, die unbedingt weg wollen."

Hier weiterlesen: "Kreuzer und ich waren nie Freunde"

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