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Wolfgang Niersbach will Lahm würdig verabschieden
Wolfgang Niersbach befürwortet die technischen Hilfsmittel für die Schiedsrichter © getty

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat sich am Rande der WM ausdrücklich für einen Einsatz der Torlinien-Technik und des Freistoßsprays künftig auch in der Bundesliga ausgesprochen.

Der 63-Jährige erklärte zudem genauso wie Bundestrainer Joachim Löw, dass ein ebenfalls auf nationaler und internationaler Eben diskutierter Videobeweis abgelehnt werde.

"Die Torlinien-Technologie hat sich bei dieser WM bewährt. Es gab zwei, drei Situationen, die vom menschlichen Auge wohl nicht erkannt worden wären. Auch die Schaum-Geschichte sehe ich total positiv", sagte Niersbach am Samstag im Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Santo Andre.

Er befinde sich damit auch "im Einvernehmen" mit Liga-Präsident Reinhard Rauball.

Er könne sich deshalb vorstellen, führte der DFB-Boss weiter aus, "dass der Antrag des FC Bayern, die Technologie in der Liga ab der Saison 2015/16 einzuführen, auch mit dem Schaumspray für die Schiedsrichter erweitert wird". Auch Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel stehe dieser Geschichte laut Niersbach nach anfänglicher Skepsis inzwischen positiv gegenüber.

Er sehe nicht die Gefahr, "dass die Schiedsrichter durch das Bücken einen Hexenschuss erleiden", sagte Niersbach mit einem Schmunzeln, um ernst anzufügen: "Diese ewige Schieberei bei einem Freistoß - hier ist Ruhe. Das ist eine erhebliche Erleichterung für die Schiedsrichter."

Den Videobeweis lehnt der DFB-Boss aber ebenso wie Löw gänzlich ab. "Torlinientechnik ja, Videobeweis nein", äußerte der Bundestrainer kurz und knapp seine Meinung.

Niersbach sagte: "Selbst bei der x-ten Wiederholung im Fernsehen, ist man sich bei der Einschätzung einer Szene nicht einig. Das bringt gar nichts und sorgt für noch mehr Verwirrung und Unfrieden."

DFB-Vizepräsident Rainer Koch sprach sich auch für einen Einsatz des Freistoß-Spray im Amateurfußball aus.

"Es wirkt sich sehr positiv auf das Spiel aus. Ich würde mich freuen, wenn wir es schon bald zumindest in den Spitzenklassen des Amateurfußballs nutzen würden", sagte Koch.

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