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Dietmar Beiersdorf kann mit seiner Aufgabe beim HSV noch nicht beginnen © getty

Der für Dienstag geplante offizielle Start der HSV Fußball AG mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer an der Spitze wird sich um voraussichtlich zwei Wochen verzögern. Dies meldete die "Bild am Sonntag".

Der ehemalige Volleyball-Nationalspieler Klaus Meetz, mit dem Hamburger SV 1976 und 1977 deutscher Meister, hat per Befangenheitsantrag gegen den zuständigen Richter Einspruch gegen die Eintragung der neuen Satzung ins Vereins- und Handelsregister eingelegt.

Nach Angaben von "Bild.de" stellte Meetz zudem eine Anzeige gegen die HSV-Vorstände Carl Jarchow, Oliver Kreuzer, Joachim Hilke und Oliver Scheel.

Grund ist demnach eine "Zweck-Entfremdung" der Fan-Anleihe für den HSV-Campus aus dem Jahr 2012 in Höhe von 17,5 Millionen Euro.

"Die Planungen für den HSV-Campus sind bereits weit fortgeschritten. Dabei hat sich der HSV zu keinem Zeitpunkt in Widerspruch zu den Angaben zur geplanten Verwendung des Emissions-Erlöses im Wertpapier-Prospekt gesetzt", verteidigte sich Jarchow.

Beiersdorfer ist vermutlich bis Mitte Juli weiterhin nicht befugt, Verträge auszuhandeln und zu unterschreiben.

Der derzeitige Vorstand unter der Führung von Carl Jarchow bleibt bis auf weiteres im Amt.

Diese Verzögerung kommt für den Fußball-Bundesligisten zur Unzeit, denn in naher Zukunft stehen wichtige personelle Entscheidungen an.

So läuft seit Wochen ein Pokerspiel um Torjäger Pierre-Michel Lasogga vom Ligarivalen Hertha BSC Berlin, dessen Leihkontrakt Ende dieses Monats ausläuft.

Starkes Interesse am türkischen Nationalspieler Hakan Calhanoglu hat Bayer Leverkusen bekundet.

Ungeklärt ist auch, ob Sportchef Oliver Kreuzer unter der neuen Führung weiterarbeiten soll.

Nach einer völlig verkorksten Saison, an deren Ende der Klassenerhalt erst in der Relegation unter Dach und Fach gebracht werden konnte, hatten die Mitglieder des hanseatischen Traditionsklubs auf einer außerordentlichen Versammlung im Mai mit überwältigender Mehrheit beschlossen, die Profifußball-Abteilung aus dem HSV-Gesamtverein auszugliedern.

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