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Christian Seifert ist seit 2005 Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL
Christian Seifert ist seit Juli 2005 Vorsitzender der DFL © getty

DFL-Chef Christian Seifert sieht in der Frage des Videobeweises keine unüberbrückbaren Differenzen zwischen der Deutschen Fußball Liga und dem Deutschen Fußball-Bund.

"Es gibt in dieser Sache keinen Dissens zwischen DFB und DFL", sagte der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung in einer Presseerklärung.

Klar sei, dass die "Torlinien-Technik funktioniert", sie erhöhe die sportliche Gerechtigkeit, "und wir tun gut daran, die Einführung nochmals intensiv zu diskutieren", erklärte Seifert.

Klar sei aber auch: "Der Videobeweis kann auf Sicht eine sehr sinnvolle Maßnahme sein, um Fehlentscheidungen weiter zu reduzieren. Auf dem Weg dahin sind allerdings noch zahlreiche Fragen zu beantworten, auch seitens der FIFA. In der August-Sitzung des Ligavorstandes kommt das Thema auf die Agenda", betonte Seifert.

Am Samstag hatte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach im deutschen WM-Mannschaftsquartier im Campo Bahia erklärt, er sei für die Einführung der Torlinientechnik, allerdings gegen den Videobeweis.

Die DFL hatte aber bereits in der vergangenen Woche erklärt, dass nach dem Vorschlag von Weltverbands-Chef Joseph S. Blatter, die Einführung eines Videobeweises zu forcieren, auch die DFL neue Überlegungen anstelle.

Dabei wird eine enge Zusammenarbeit mit den Niederlanden angedacht.

Laut DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig teste der niederländische Verband KNVB mit einem Anbieter der Torlinientechnik eine Art Video-Schiedsrichter, der in einem Kontrollraum mit einer Vielzahl von Kameraeinstellungen in kürzester Zeit Szenen beurteilen könne.

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