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Betet schon für einen Sieg im eigenen Stadion: Der Montenegriener Dragan Bogavac © getty

Der FSV versucht einen neuen Anlauf für einen Dreier am Bruchweg. Der SC will weiter davonziehen, der FCI hofft auf den neuen Schwung.

Von Sebastian Hrabak

München - Viel Charakter hat der FSV Mainz 05 beim 4:3-Auswärtssieg gegen den FC Ingolstadt gezeigt.

Doch zuhause sind die Rheinländer schon seit vier Spielen ohne Sieg und in der Heimtabelle rangieren sie nur an 15. Stelle. Nun kommt mit der TuS Koblenz der Tabellendreizehnte (So., ab 13.45 Uhr LIVE) zum rheinischen Derby an den Bruchweg.

Mainz-Coach Jörn Andersen will aber nichts von einem Heimfluch wissen: "Der angebliche Fluch? Das ist nur ein Thema in der Presse, wir behalten die Ruhe, konzentrieren uns einfach aufs nächste Spiel und kümmern uns nicht um das Fluch-Geschwätz. Wenn man darauf achten würde, würde man das Wesentliche aus den Augen verlieren."

Die Mainzer wollen schon gegen Koblenz anfangen, die letzten Punkte zu sammeln, um den Aufstieg in die Bundesliga perfekt zu machen.

Markus Feulner, der Topspieler der Zweiten Liga, hat seine Verletzung rechtzeitig überwunden und wird am Sonntag wieder zur Verfügung stehen.ad

Keine Geschenke für Mainz

Das Vorhaben der 05er will die TuS auf jeden Fall verhindern. Zwar ist der Vorsprung der Koblenzer vor der Abstiegszone mittlerweile fünf Punkte, aber zu sicher ist man sich bei den Rheinländern noch nicht.

Ein Dreier beim heimschwachen Aufstiegsaspiranten wäre also genau nach dem Geschmack von Trainer Uwe Rapolder.

Sollte die Abwehr der TuS besser stehen als in den letzten Wochen sein, könnten sie zum Favoritenschreck werden. Denn auch beim MSV Duisburg setzte sich die Mannschaft von Uwe Rapolder mit einer engagierten Leistung 3:2 durch.

"Wir können nicht in jedem Spiel zwei Gegentore fangen. Das muss sich wieder ändern", meint aber Rapolder. Mit einem kontrollierten Offensivspiel will man am Bruchweg mindestens einen Punkt entführen. Definitiv fehlen wird Branimir Bajic wegen seiner zweiten Gelbsperre.

Die Sonntagsspiele im Überblick:

SC Freiburg - FSV Frankfurt

Drei Siege in Folge gab es für die Badener vom SC Freiburg in den letzten Wochen zu bejubeln.

Diese Serie soll nach Wunsch von Robin Dutt gegen den nächsten Gegner FSV Frankfurt weiter ausgebaut werden, um den Aufstieg in die Bundesliga so früh wie möglich sicher zu stellen: "Wir werden das Spiel machen müssen, denn wir wollen die nächsten drei Punkte holen."

Mit Frankfurt kommt aber eine Mannschaft ins Badenova-Stadion, die zur Winterpause als sicherer Abstiegskandidat galt, in den letzten zwölf Spielen aber 23 Punkte holte.

1. FC Nürnberg - FC Ingolstadt

Im nächsten Bayern-Derby des 30. Spieltags (Augsburg macht großen Schritt ) muss der in der Rückrunde noch sieglose FCI zum Club nach Nürnberg. Vor rund 40.000 Zuschauern wollen die Nürnberger mit einem Sieg wieder ins Aufstiegsrennen eingreifen. Doch mit Marek Mintal, Andy Wolf und Isaac Boakye fehlen drei wichtige Stützen im Team der Franken.

Beim FC Ingolstadt hat man trotz der Negativserie in den letzten Wochen und dem Abrutschen in die Abstiegszone die Hoffnung noch nicht verloren. Das letzte Spiel verloren die Oberbayern in einem brisanten Spiel knapp gegen Mainz 05 mit 4:3.

Gegen den Club sitzt zum ersten Mal der neue Trainer Horst Köppel auf der Bank der Schanzer.

Rot-Weiß Ahlen - FC St. Pauli

Für Aufsteiger Ahlen wird die Luft nach unten langsam reichlich knapp. Nur ein Punkt trennt die Mannschaft von Stefan Emmerling noch von der Abstiegszone.

Gegen den FC St. Pauli müssen die Rot-Weißen also nach sechs Spielen ohne Sieg einen Dreier einfahren. Lars Toborg, mit zwölf Toren erfolgreichster Schütze der Ahlener, appellierte an die Fans, gerade in dieser schwierigen Phase zusammen zu stehen.

Für den FC St. Pauli hingegen geht es in der Liga um nichts mehr. Die Paulianer haben sich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt rechtzeitig gesichert und wollen nun die Saison möglichst auf einem einstelligen Tabellenplatz ausklingen lassen.

Holger Stanislawski war in dieser Woche die aufregendste Personalie bei den Hamburgern: Er hat offiziell seinen Trainerschein bestanden.

Alemannia Aachen - Rot-Weiß Oberhausen

Fünf Siege in Folge und 381 Minuten ohne Gegentor ist die Bilanz der Alemannia aus den letzten Wochen.

Diese hervorragende Ausbeute brachte die Aachener wieder in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Nun empfängt man Rot-Weiß Oberhausen zuhause auf dem Tivoli und möchte gegen die Kleeblätter natürlich diese Serie weiter ausbauen.

"Es wird eine schwierige Aufgabe für uns. RWO hat eine super Saison gespielt, sie befinden sich zurzeit in der Höchstphase ihrer Entwicklung. Sie haben mit den Abstiegsrängen nicht mehr viel zu tun und können befreit aufspielen. Sie haben quasi nichts zu verlieren", meint Trainer Jürgen Seeberger.

Die Oberhausener haben mit 37 Punkten auf Tabellenplatz zehn in der Tat nicht mehr viel mit dem Abstieg zu tun und können also schon für die nächste Saison planen.

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