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Im Jubel vereint: FCN-Coach Oenning (M.) herzt Torschütze Dario Vidosic (r.) © imago

Im bayerischen Derby gegen Ingolstadt kommt der Club anfangs nicht in die Gänge - ein Treffer von Vidosic genügt aber zum Sieg.

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg hat im Aufstiegsrennen der Zweiten Liga wieder Tritt gefasst und seinen bayerischen Rivalen FC Ingolstadt ein Stückchen weiter an den Abgrund gestoßen.

Der fränkische Altmeister setzte sich nach der jüngsten Niederlage in Frankfurt im Derby mit 1:0 (1:0) gegen die Oberbayern durch und verdarb FCI-Trainer Horst Köppel das Debüt.

Dario Vidosic bescherte der besten Heimelf der Liga mit seinem zweiten Saisontor (23.) den elften Sieg auf eigenem Platz und schob Nürnberg damit zumindest für 30 Stunden in die Top Drei.

Ingolstadt wartet dagegen bereits seit 13 Spielen auf einen Sieg und hat schon fünf Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16.

Oenning: "Zu lange auf Rasierklinge geritten"

"Dario hat zuvor gezeigt, dass er auf dem aufsteigenden Ast ist. Er ist ein junger Kerl mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Es war ein wunderschönes Tor. Wir sind danach aber zu lange auf der Rasierklinge geritten", sagte Club-Coach Michael Oenning.

Dennoch: "Mit diesem Sieg im Rücken fahren wir selbstbewusst zum Derby nach Fürth."

Ingolstadts Coach Horst Köppel kommentierte die weiteren Aussichten für sein schwer unter Druck stehendes Team so: "Ich habe die Hoffnung - zumindest auf den Relegationsplatz - nicht aufgegeben. Wir haben noch drei Heimspiele, da ist Pflicht, die zu gewinnen. Wir müssen mit Ahlen anfangen."

Außerdem habe Osnabrück, derzeit Tabellen-16., noch ein schweres Restprogramm.

Nürnberger Stotterstart

Vor 40.118 Zuschauern im Frankenstadion musste Nürnberg neben dem verletzten Kapitän Andreas Wolf auch die rotgesperrten Torjäger Marek Mintal und Isaac Boakye ersetzen und kam schwer in die Gänge.

Doch die Gäste präsentierten sich allzu harmlos und machten dem FCN kaum Probleme.

Nach Doppelpass mit Daniel Gygax hatte Peer Kluge das 1:0 auf dem Fuß, schoss aber Torhüter Michael Lutz an.

Vidosic, neben Christian Eigler zweite Spitze, machte es wenig später besser und schoss nach Vorlage von Stefan Reinartz aus 15 Metern ein.

Dem Tor ging aber ein Foul von Dominik Maroh an Markus Karl voraus.

Eigler trifft Aluminium

Auch in der zweiten Spielhälfte hatte Nürnberg deutlich mehr Feldanteile, Ingolstadt ließ konstruktives Spiel nach vorne meist vermissen.

Eigler hatte etwas Pech mit einem Pfostenschuss, Vidosic köpfte knapp vorbei und Eigler scheiterte in der Endphase per Kopf an Lutz.

Der FCI blieb weitgehend passiv, einzig Steffen Wohlfarth versuchte sich mit einem Torschuss - ohne Erfolg.

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